Montag, 09. September 2019

Künstlersozialabgabe: 2020 bleibt es unverändert bei 4,2 %

Aus der Verordnung zur Künstlersozialabgabe 2020 geht hervor, dass der Abgabesatz zur Künstlersozialversicherung weiterhin bei 4,2 % bleibt. Das ist das dritte Jahr in Folge und eine erfreuliche Nachricht für alle Abgabepflichtigen.

Doch wie kommt es zu dem niedrigen Niveau der Abgabe? Seit der ausgebauten Prüf- und Beratungstätigkeit von der Künstlersozialkasse und der Rentenversicherung klimmt die Zahl der abgabepflichtigen Betriebe in die Höhe. Auf diese Weise kann sich die Bemessungsgrundlage für die Künstlersozialabgabe ausweiten und für eine faire Verteilung der finanziellen Last zwischen den Unternehmen sorgen.

Künstlersozialversicherung: Wozu dient sie?

Ähnlich wie bei einem Arbeitnehmer – Arbeitgeber- Verhältnis tragen Versicherte der Künstlersozialkasse die Hälfte, also 50 %, ihrer Sozialversicherungsbeiträge selbst. Die andere Beitragshälfte wird folgendermaßen umverteilt: 20 % übernimmt der Bundeszuschuss und 30 % die Künstlersozialabgabe der Unternehmen, die publizistische und künstlerische Werke verwerten. Dabei wird die Künstlersozialabgabe in Form einer Umlage erhoben.

Wer ist zur Abgabe verpflichtet?

Alle Unternehmen, die publizistische oder künstlerische Leistungen anbieten. Dabei gibt es zwei Unterteilungen aus dem Gesetz der KSVG.

§ 24 Abs. 1 Satz 1 KSVG meint folgende Berufsgruppen: Buch- oder Presseverlage, Theater, Television, Radio, Bilderdienste und Erschaffer von Bild- und Tonträgern.

§ 24 Abs. 1 Satz 2 KSVG verpflichtet auch Unternehmen zur Künstlersozialabgabe, die 1. regelmäßig Öffentlichkeitsarbeit oder Werbung für das eigene Unternehmen pflegen und 2. häufig selbstständige Publizisten oder Künstler beauftragen.

Beitragsmeldung und Zahlung

Ein Unternehmen meldet sich selbst bei der Künstlersozialkasse, um die Beitragspflicht zu überprüfen. Fällt der Bescheid positiv aus, teilt das Unternehmen der Künstlersozialkasse bis jeweils zum 31. März mit, welchen Gesamtwert es im vergangenen Jahr an selbstständige Publizisten und Künstler zahlte. Anhand dieser Angaben berechnet die Künstlersozialkasse die zu tragenden Beiträge und das Unternehmen zahlt ein Zwölftel davon im monatlichen Turnus an die KSK. Jedes Jahr findet eine Neuberechnung statt, die sich aus den tatsächlich gezahlten Honoraren des jeweils vergangenen Jahres ergibt.

Ein Rechenbeispiel: Ein Unternehmen zahlt im Jahr 420,00 Euro, 4,2 % von 10.000,00 Euro gezahlten Honoraren. Es ergibt sich ein monatlicher Beitrag von 35,00 Euro bis zur nächsten Berechnung der Beiträge.

Falls ein Unternehmen seiner Meldepflicht nicht fristgerecht nachkommt, schätzt die Künstlersozialkasse die monatlichen Beiträge ein und fordert das Unternehmen zur Zahlung auf. Außerdem wird ein Säumniszuschlag in Höhe von einem Prozent des Rückstands berechnet, falls ein Unternehmen die Zahlungsfrist überschreitet.

Ihre persönliche Beratung

Einzelheiten zu Ihrem Fall klären wir gerne mit Ihnen persönlich. Nehmen Sie dazu unseren Beratungsservice in Anspruch und kontaktieren Sie uns. Gemeinsam beleuchten wir Ihre individuelle Situation und helfen Ihnen dabei, die optimale Lösung für Sie zu finden.

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